27/​01/​2022

Mehr Vorgaben, mehr gere­gelte Möglich­keiten, mehr Blick auf die Belas­tungen und Umge­bungs­be­din­gungen des zu sanie­renden Bauwerks. Zum Schutz der Bauher­ren­in­ter­essen ist die soge­nannte TR Instand­haltung mit der rechts­ver­bind­lichen Einführung nunmehr in Hessen und in fast allen Bundes­ländern zum Baurecht geworden. Die drei wesent­lichen Ände­rungen haben wir für Sie zusam­men­ge­fasst.

(1) Aktu­eller Stand der Technik

Die TR Instand­haltung ersetzt bzw. ergänzt Teile der Instandsetzungs-​​Richtlinie des Deut­schen Ausschusses für Stahl­beton (DAfStb), die bereits vor 20 Jahren einge­führt wurde. Bewährtes bleibt auch zukünftig erhalten. Aktuelle Erkennt­nisse aus Wissen­schaft und Praxis finden aller­dings zusätzlich in der TR Instand­haltung Anwendung. Somit entspricht diese neue Grundlage für Planungs– und Ausfüh­rungs­leis­tungen dem soge­nannten „aktu­ellen Stand der Technik“. Ziel: Die Wieder­her­stellung der Trag­fä­higkeit und Gebrauchstaug­lichkeit von Beton­bau­teilen für einen vor Sanie­rungs­beginn fest­ge­legten Zeitraum.

(2) Besondere Eigen­schaften und Rest­le­bens­dauer des Bauwerks

Um dieses Ziel zu erreichen, fokus­sieren wir die spezi­fi­schen Belas­tungen und Gefähr­dungen des Bauwerks. Was bedeutet das konkret? Bei Bestands­auf­nahme von Brücken bspw. heißt es nicht selten: „Für so viel Verkehr nicht konzi­piert!“ Die stei­gende Verkehrs­be­lastung sowie die Sicher­stellung der Verkehrs­si­cherheit im Winter durch Taumittel machen den Brücken oder den Unter­füh­rungen zu schaffen. Park­häuser und Tief­ga­ragen sind ebenso von den stärker werdenden chemi­schen und mecha­ni­schen Eingriffen betroffen, als seinerzeit bei Bau berück­sichtigt wurde. Deswegen stellen wir sicher, dass diese Verän­de­rungen bei der Planung von Sanie­rungen berück­sichtigt werden. Die gewünschte Rest­lebens– bzw. Rest­nut­zungs­dauer des Bauwerks als weiteres wich­tiges Kriterium für das Instand­set­zungs­konzept ist die Abwägung des Bauherrn zwischen tech­ni­scher Notwen­digkeit und der wirt­schaft­lichen Mach­barkeit. In dieser Phase der Entscheidung stehen wir als Berater und Planer dem Auftrag­geber von Anfang an zur Seite. Die Reali­sierung der Rest­le­bens­dauer erfolgt u.a. über die Instand­set­zungs­me­thoden und die einge­setzten Baustoffe, die auf die defi­nierten, indi­vi­du­ellen Anfor­de­rungen des Bauwerks abge­stellt sind.

(3) Inspektion und Wartung

Mit der TR Instand­haltung bilden Inspektion und Wartung einen wesent­lichen Baustein der Gesamt­sa­nie­rungs­maß­nahme, um die ange­strebte Rest­le­bens­dauer des Bauwerks zu erreichen. Über den soge­nannten Instand­hal­tungs– und Inspek­ti­onsplan zeigen wir die erfor­der­lichen Prüf­in­ter­valle und –maßnahmen auf. Damit hat der Bauherr genau aufein­ander abge­stimmte Vorge­hens­weisen an der Hand, um die Qualität der Sanierung zu sichern.

Die TR Instand­haltung fordert für alle Planungs– und Über­wa­chungs­leis­tungen von Beton­in­stand­set­zungen die Expertise des Sach­kun­digen Planers.

TIPP: Sind Schäden, wie Beton­ab­plat­zungen, korro­dierte Stahl­ein­lagen oder Durch­feuch­tungen am Stahl­be­ton­bauwerk bereits sichtbar, wenden Sie sich an den zerti­fi­zierten Sach­kun­digen Planer.

Sprechen Sie mich an.

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