10/​12/​2020

Abschied vom Seni­orchef!

Unser Unter­neh­mens­gründer, Herr Manfred Krieger, verab­schiedet sich von uns zum Jahres­wechsel. Er will ab 2021 seinen Ruhe­stand genießen. Nach 30 Jahren Pionier– und Aufbau­arbeit als Spezialist in der Fach­planung von Beton­in­stand­set­zungen wollen wir Mitar­beiter einige seiner Meilen­steine würdigen:

Seine Mission: Quali­täts­si­cherung Bereits in seinen jungen Jahren setzt sich der Bauin­ge­nieur Manfred Krieger für die Einführung von Quali­täts­stan­dards in dem sich zum Spezi­al­gebiet entwi­ckelnden Fach­be­reich ein. Sein beharr­liches Enga­gement mündet Ende 2005 in die Grün­dungs­mit­glied­schaft der GUEP Güte­ge­mein­schaft. Mit der Verleihung des RAL-​​Gütezeichens in der Folge erhalten Bauherrn damit einen wich­tigen Über­blick über Planungs­büros, die diese hohen Güte­kri­terien durch regel­mä­ßigen Nachweis erfüllen. Selbst­redend, dass die Umsetzung dieser Quali­täts­stan­dards für uns innerhalb der SiB immer ein zentrales Thema ist. Eine Vision wächst Seine Vision vom eigenen Planungsbüro setzt Herr Krieger 1999 mit anfangs drei weiteren Mitar­beitern um. Heute sind wir 12 Experten mit unter­schied­lichen Schwer­punkten, die dafür sorgen, dass Ihre Sanie­rungs­maß­nahme rund­läuft. Die viel­sei­tigen Aufga­ben­stel­lungen bilden für uns ein inter­es­santes und span­nendes Arbeitsfeld. Dabei hat uns Herr Krieger als Chef stets ermutigt, „über den Tellerrand“ hinaus zu denken, um pass­genaue Lösungen zu entwi­ckeln. Mit diesem Impuls hat er auch den Grund­stein für persön­liche Weiter­ent­wick­lungen innerhalb der SiB gelegt. Der umsichtige „Weichen­steller“ Mit seinem Blick nach vorne hat Herr Krieger schon immer früh­zeitig unter­neh­me­rische Weichen gestellt. Sei es in der Ausweitung der Fach­ge­biete, die wir betreuen, als auch in der Übergabe der opera­tiven Geschäfts­leitung an Herrn Seelbach. Die früh­zeitige Regelung seiner Nach­folge als geschäfts­füh­render Gesell­schafter ist somit nichts Über­ra­schendes, vielmehr wieder ein Zeichen seiner Weit­sicht. Die zukünftige Ära mit Herrn Carsten Reichmann als Nach­folger ist so gut vorbe­reitet, dass wir gemeinsam im Team unsere Aufgaben genauso ziel­ori­en­tiert und harmo­nisch abwi­ckeln werden. Wir sind sehr dankbar für die gemeinsame Zeit und für das uns entge­gen­ge­brachte Vertrauen! Wir freuen uns, dass er gemeinsam mit seiner Frau Caroline Krieger den gewon­nenen Freiraum für Familie und das bisher zu kurz gekommene Sportlergen ausschöpfen kann. Die nächste SiB-​​Ära Ab 2021 ziehen wir unter der Leitung von Herrn Carsten Reichmann an einem Strang. Durch seinen Eintritt gewinnen wir mit Reichmann + Partner eine Schwes­ter­ge­sell­schaft hinzu, deren Kern­kom­pe­tenzen das Leis­tungs­spektrum der SiB ideal ergänzen. Oftmals sind im Rahmen von Beton­in­stand­set­zungen umfang­reiche Leis­tungen der Trag­werks­planung, des Brand­schutzes oder der Bauphysik gefragt. Diese Leis­tungen können wir Ihnen ab 2021 in Koope­ration und mit einer Manpower von über 60 Experten anbieten. So ergeben sich Synergien, die Ihrem Bau– oder Sanie­rungs­vor­haben zugu­te­kommen. Wir freuen uns auf die Zusam­men­arbeit mit ihm und den Kollegen von Reichmann + Partner. Wich­tiger Hinweis: Am 01.01.2021 zieht unsere Website um. Die neue Domain lautet www​.sib​-inge​nieure​.eu. Bitte lesen Sie hierzu unsere Daten­schutz­hin­weise. Übergang der SiB Inge­nieur­ge­sell­schaft mbH auf SiB Inge­nieur­ge­sell­schaft mbH & Co. KG Wir infor­mieren Sie darüber, dass mit Wirkung vom 01.01.2021 das operative Geschäft der SiB Inge­nieur­ge­sell­schaft mbH (Amts­ge­richt Friedberg, HRB 2016) von der SiB Inge­nieur­ge­sell­schaft mbH & Co. KG (Amts­ge­richt Friedberg, HRA 4896) über­nommen wird. Lückenlose Fort­setzung unserer Geschäfts­ver­ein­barung Beste­hende Verträge sowie vorlie­gende Angebote werden ab diesem Datum durch die SiB Inge­nieur­ge­sell­schaft mbH & Co. KG über­nommen. Damit ist sicher­ge­stellt, dass Ihre Baumaß­nahme bzw. Geschäfts­ver­ein­barung ohne Unter­bre­chung und mit den Ihnen bekannten Ansprech­partnern bei der SiB fort­ge­setzt wird. Daten­schutz Damit wir Sie weiter kontak­tieren können und die weitere Bear­beitung Ihrer Anliegen reibungslos möglich bleibt, gehen alle gespei­cherten perso­nen­be­zo­genen Daten auf die SiB Inge­nieur­ge­sell­schaft mbH & Co. KG über. Dabei handelt es sich um folgende Kate­gorien perso­nen­be­zo­gener Daten:
  • Stamm­daten (z.B. Name bzw. Firma, Anschrift, Kontakt­daten und –präfe­renzen wie E-​​Mail-​​Adresse oder Tele­fon­nummer des Ansprech­partners)
  • Auftrags– und Projekt­his­torie
  • geschäft­liche Korre­spondenz
Mit dem Übergang Ihrer perso­nen­be­zo­genen Daten ist die Fort­führung der Geschäfts­be­ziehung gewähr­leistet. Zum Übergang Ihrer Daten kommt es selbst­ver­ständlich nur dann, wenn Sie der Über­mittlung nicht bis zum 31. Dezember 2020 wider­sprechen. Den Wider­spruch können Sie innerhalb dieser Frist jederzeit und ohne Angabe von Gründen per E-​​Mail oder per Post an folgende Adresse richten: Bitte beachten Sie, dass wir Ihren Wider­spruch nur berück­sich­tigen können, wenn er innerhalb der genannten Frist erklärt wird. Sofern Sie nach erfolgter Über­nahme und damit einher­ge­hender Über­mittlung der perso­nen­be­zo­genen Daten die Verar­beitung Ihrer perso­nen­be­zo­genen Daten unter­binden wollen, wenden Sie sich bitte direkt an die SiB Inge­nieur­ge­sell­schaft mbH & Co. KG. Sofern Sie nicht frist­gemäß wider­sprechen, über­mitteln wir Ihre perso­nen­be­zo­genen Daten auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO an die SiB Inge­nieur­ge­sell­schaft mbH & Co. KG. Wir gehen dann davon aus, dass unsere berech­tigten Inter­essen sowie die berech­tigten Inter­essen der SiB Inge­nieur­ge­sell­schaft mbH & Co. KG an der Fort­führung der Geschäfts­be­zie­hungen Ihrem Interesse am Verbleib der Daten beim ursprünglich ausge­wählten Geschäfts­partner über­wiegen.
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29/​09/​2020

Schön­heits­fehler“ sagen 85 % der Nicht-​​Fachleute zu Bauschäden wie Risse. „Vernach­läs­sigbar“, entscheiden sie. Laut einer inter­dis­zi­pli­nären Studie zur Wahr­nehmung von Bauschäden unter­schätzen Laien meistens die Trag­weite von Schäden der mitt­leren Kate­gorie. Das trifft auch auf das Thema Risse im Bauwerk zu.

Wie Sie als Bauherr unliebsame Über­ra­schungen u.a. mit Blick auf das Sanie­rungs­budget und die Lebens­dauer Ihres Bauwerks vermeiden können, beschreiben wir im folgenden Fach­beitrag.

Unter­schied­liche Riss­arten Schwind-​​, Schrumpf-​​, Spalt-​​, Setz-​​, Schub, Biege– oder Trenn­risse — es gibt zahl­reiche Riss­arten. Risse im Beton können aus unter­schied­lichen, manchmal auch aus sich über­la­gernden Ursachen entstehen. Auslöser für Riss­bil­dungen können bereits beim Neubau angelegt worden sein. Im Aushär­te­prozess von massigen (dicken) Beton­bau­teilen, wie es z.B. bei Funda­menten einer Wind­kraft­anlage der Fall ist, wird Hydrata­ti­ons­wärme frei­ge­setzt. Die schnelle Wärme­abgabe an den außen liegenden Bereichen führt zu Tempe­ra­tur­un­ter­schieden im Gesamt­bauteil. Durch die unter­schied­liche Tempe­ra­tur­ver­teilung entstehen Span­nungen im Bauteil, die zu Riss­bil­dungen führen. Über­haupt nicht sichtbar sind soge­nannte Mikro­risse im Beton. Sie sind nur mikro­sko­pisch nach­weisbar. Die Ursache liegt in der Verwendung von Zuschlag­stoffen, die magmatisch-​​vulkanischen Ursprungs sind. Kürzlich hatten wir mit diesem Problem im Laufe der Sanierung einer langen Fußgän­ger­brücke über DB-​​Gleise zu tun. Die Mindest­an­for­de­rungen an den Unter­grund durch Stemm­ar­beiten waren nicht gegeben. Als Sach­kun­diger Planer und Bauüber­wacher hatten wir umgehend reagiert und die Umstellung von Stemm­ar­beiten auf Höchst­druck­was­ser­strahlen veran­lasst. Ohne, dass es zu Verzö­ge­rungen im weiteren Sanie­rungs­ablauf kam! Weitere mögliche Ursachen für Riss­bil­dungen sind äußere Einwir­kungen auf das Bauwerk bspw. durch wach­sende Verkehrs­be­las­tungen bei Brücken. Frost oder Korrosion der Bewehrung sind eben­falls häufige Auslöser für Risse. Je länger sich Bauschäden dieser Art ausweiten können, desto tief­ge­hender reichen sie ins Bauwerks­innere. Und schä­digen die Bausub­stanz mit weit­rei­chenden Folgen! Ist der Riss wasser­führend? [caption id=„attachment_1014“ align=„alignleft“ width=„169“] Riss führt an Beweh­rungs­stäben entlang. Foto: SiB[/caption] In feinen Rissen setzt sich sehr gerne Feuch­tigkeit ab. Dabei ist nicht entscheidend, ob sich der Riss durch das ganze Bauteil zieht. Wenn der Riss bis zur Bewehrung reicht, sucht sich das Wasser seinen Weg entlang der Beweh­rungs­stäbe. Neben einer deut­lichen Erhöhung der Korro­si­ons­gefahr der Beweh­rungs­stäbe sorgt ein even­tu­elles Mitein­treten von stahl­ag­gres­siven Stoffen wie Tausalze für eine weitere Folge­schä­digung: die Loch­fraß­kor­rosion. Die Stahl­ein­lagen werden regel­recht „ange­fressen“ (s.a. „Huckepack-​​Transport – ins Bauwerk mitge­tragene Chloride“ oder „Lack­schäden am Fuhrpark in Tief­garage — Rost­wasser sorgt für Ärger“). Das sind Ausgangs­lagen, die die Stand­si­cherheit des Bauwerks beein­träch­tigen. Deswegen beraten und infor­mieren wir als Bauin­ge­nieure unseren Bauherrn bereits im Vorfeld ausführlich. Versteckte Kosten hinter einem Haarriss An mit Farbe ange­legten Beton­wänden sind Risse oft gar nicht oder nur minimal sichtbar. Das ist bspw. häufig in Park­häusern oder Tief­ga­ragen der Fall. Erst wenn im Rahmen einer Beton­sa­nierung die Ober­fläche des Bauteils mit Höchst­druck­wasser– oder Sand­strahlen entfernt wird, zeigt sich das Ausmaß der Schä­digung. Das Beitragsbild zeigt den Unter­schied zwischen sicht­barem Ober­flä­chenriss und die sich ins Bautei­linnere auswei­tende Trennung im Beton­gefüge. Dass eine solche Risstiefe viel Material und Arbeitszeit von Fach­kräften „schluckt“, ist nach­voll­ziehbar. Mit der häufig vertre­tenen Empfehlung, ein Farb­an­strich würde doch bei solch feinen Ober­flä­chen­rissen reichen, ist der Bauherr schlecht beraten, bedenkt man der oben beschrie­benen, sich auswei­tenden Folge­schäden. Sie sind bei der Budget­planung auf der sicheren Seite, wenn Sie um solche „unsicht­baren“ Schäden wissen. Wir kalku­lieren diese als Planer der Instand­setzung bereits im Rahmen der Kosten­be­rechnung mit ein. Das ist für uns Routine. Die Riss­be­handlung Die Art der Riss­be­handlung ist immer bauwerks­ab­hängig. Für eine ständig befahrene Brücke mit Schwer­last­verkehr bspw. müssen andere Maßnahmen ergriffen werden als an einer Fassade eines Hoch­hauses. Die Anfor­de­rungen an die Trag­fä­higkeit und die Dichtheit eines Bauteils erfordern unter­schied­liche Sanie­rungs­schritte. Die Frage, ob ein Riss elas­tisch oder kraft­schlüssig verpresst werden muss, legen wir fest. Auf der Baustelle kümmern wir uns auch darum, dass alles richtig umge­setzt wird. Meine TIPPs: Verschaffen Sie sich Sicherheit. Im Rahmen einer Bauwerks­dia­gnostik durch einen Sach­kun­digen Planer für Beton­sa­nierung werden Bauschäden umfassend beur­teilt. Dabei werden die jewei­ligen Anfor­de­rungen an das Bauteil berück­sichtigt. Für die Dichtheit einer Boden­platte — z.B. bei einer Weißen Wanne — gelten andere Voraus­set­zungen als für einen Unterzug. Jähr­liche Inspek­tionen zeigen den Grad von auftre­tenden Verän­de­rungen auf. Verein­baren Sie mit mir einen kosten­neu­tralen Erst­be­ra­tungs­termin vor Ort.  
Der Weg zur zitierten Studie:
https://news.rub.de/presseinformationen/wissenschaft/2017-06-22-psychologie-wie-menschen-schaeden-gebaeuden-wahrnehmen SFB 837 „Interaktionsmodelle für den maschinellen Tunnelbau
 
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30/​07/​2020

Unser Auftrag­geber machte bei Vergabe des Planungs­auf­trags richtig Druck. Verständlich, denn Lack­schäden am Fuhrpark eines Mieters, ein Finanz­in­stitut, sorgten für reichlich Ärger. Rostiges Wasser bahnte sich seinen Weg durch die Tief­garage und tropfte auf die parkenden Firmen­fahr­zeuge. Das Entfernen der Lack­schäden verur­sachte erheb­liche Kosten. Die baulichen Ursachen für dieses Problem sind beseitigt – darum haben wir uns gekümmert.

Undich­tig­keiten in der Abde­ckung des Ober­decks sorgten in der inte­grierten Tief­garage eines Verwal­tungs­kom­plexes dafür, dass jahrelang Wasser ins Bauwerk eindringen konnte — in den Winter­mo­naten in Verbindung mit Tausalzen (lesen Sie auch unseren Blog­beitrag vom 15.01.2020 mit dem Thema „Huckepack-​​Transport“). Dieser aggressive Angriff ins Innere der Bauwerks­kon­struktion begüns­tigte die schnell voran­schrei­tende Korrosion des Beweh­rungs­stahls bis hin zur Loch­fraß­kor­rosion. Erst die rostig-​​braunen Wasser­spuren und die Beton­ab­spren­gungen machten die in diesem Bauwerk wirkenden chemi­schen und physi­ka­li­schen Prozesse sichtbar. Gut nach­voll­ziehbar, dass unser Auftrag­geber seine hohen Erwar­tungen an unser Sanie­rungs­konzept äußerte. Diese haben wir erfüllt. Eine unserer wich­tigsten Maßnahmen war die detail­lierte Planung der fach­ge­rechten Abdichtung des Ober­decks. Die verwin­kelte Konstruktion des Gebäu­de­kom­plexes mit hori­zontal und vertikal verlau­fenden Bauteilen machte das zu einer nicht alltäg­lichen Aufgabe. Mit dem Bauleiter des ausfüh­renden Unter­nehmens haben wir diese kriti­schen Stellen detail­liert besprochen, wie bspw. die erfor­der­lichen Über­lap­pungen bei den Anschlüssen zu den aufge­henden Bauteilen. Die Arbeiten der Baufirma haben wir über­wacht. Jetzt ist alles von oben wieder dicht! Zuvor kümmerten wir uns als Sach­kundige Planer natürlich auch um die Sanierung der unter der Abdichtung liegenden Beton­decke. Dabei sorgten die nach Abtrag der alten Abdichtung auftau­chenden Fugen für eine Über­ra­schung. Teil­weise stimmte der tatsäch­liche Fugen­aufbau nicht mit den seinerzeit erstellten Bauplänen überein. Auf diese besondere Situation haben wir umgehend reagiert und hierfür eine tech­nisch optimale Lösung erar­beitet. Das ist für uns Routine, denn erfah­rungs­gemäß kommen Abwei­chungen von den Bauplänen häufiger vor. [caption id=„attachment_977“ align=„alignleft“ width=„300“] Marode Fugen in einer Parkebene. Foto SiB[/caption] Die alten Fugen waren marode und undicht. Der alters­be­dingte Verschleiß oder Fehler beim Einbau führten eben­falls zu Undich­tig­keiten. Die von außen eindrin­gende oder von Fahr­zeugen einge­schleppte Feuch­tigkeit konnte sich so leicht seinen Weg durch die Stahl­be­ton­kon­struktion des Park­ge­bäudes bahnen. Auch dieses Problem ist mitt­ler­weile beseitigt. Die für die Bean­spru­chungen eines Park­ge­bäudes notwen­digen Fugen­kammern und –masse haben wir fest­gelegt und den fach­ge­rechten Einbau über­wacht. Diese kriti­schen Schnitt­stellen zwischen den einzelnen Bauteilen sind auch wieder dicht! Wir sind 30 Jahre als Spezialist in der Sach­kun­digen Planung und Über­wa­chung von Beton­sa­nie­rungen tätig. Immer wieder erleben wir, dass schwere Schä­di­gungen im Inneren der Beton­kon­struktion voran­schreiten, ohne dass von außen das Ausmaß der Proble­matik sichtbar ist. Je länger die Besei­tigung der Scha­den­sur­sachen hinaus gezögert wird, desto aufwän­diger und damit kosten­in­ten­siver wird die Sanierung für den Bauherrn. Deswegen mein TIPP: Veran­lassen Sie das regel­mäßige Prüfen Ihrer Park­bauten. Ansprech­partner ist aufgrund der gefor­derten Erfahrung bei Stahl­be­ton­bau­werken der Sach­kundige Planer für Beton­in­stand­set­zungen. Für Brücken­bau­werke gilt ein jähr­liches Prüf­in­tervall – dies ist auch bei Park­bauten empfeh­lenswert.
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26/​05/​2020

Reno­viert. Danach gesperrt.
Wenn Bauwerke oder Bauwerks­teile einsturz­ge­fährdet sind, ist schnelles und vor allen Dingen rich­tiges Handeln gefragt. Aus Sicher­heits­gründen! Doch unsere Bauherren lassen wir mit einer solchen Hiobs­bot­schaft nicht im Stich.

Nach einem Reno­vie­rungs­projekt an Balkonen wurden wir zur Begut­achtung hinzu gezogen. Lesen Sie, wie wir den Bauherrn mit einer soliden und wirt­schaft­lichen Lösung trotz notwen­diger Sperrung unter­stützt haben.

Früh­lingszeit – Beginn der Balkonzeit Für die Bewohner einer Wohnungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft (WEG) im Rhein-​​Main-​​Gebiet muss dieses Vergnügen jedoch noch zurück­ge­stellt werden. Eigentlich sollte ein neues Metall­ge­länder die Stahl­be­ton­balkone absturz­sicher und die Fassade schöner machen. Doch abge­bro­chene Beton­brocken, korro­dierte Beweh­rungen und weitere Merkmale deuten nach Fertig­stellung darauf hin, dass das neue Geländer nicht stand­sicher ist. Als Fach­planer für Beton­in­stand­setzung wurden wir zur Begut­achtung ins Boot geholt. Das sich unserem Sach­kun­digen Planer und Sach­ver­stän­digen bereits im Orts­termin offen­barte Bild wurde durch die anschlie­ßenden beton­tech­ni­schen Unter­su­chungen bestätigt: Die Qualität des Betons ist so desaströs, dass wir sofort die Sperrung der Balkone zum Schutz der Bewohner und Passanten anordnen mussten. Unter zeit­lichem Hoch­druck arbeitete unser Projekt­leiter gleich­zeitig an den reali­sier­baren Sanie­rungs­va­ri­anten und zeigte dem Auftrag­geber und Bauherrn die wirt­schaft­lichste Lösung auf. Wegen der spezi­ellen Ausgangs­si­tuation empfahlen wir statt einer sehr aufwän­digen konven­tio­nellen Sanierung der Beton­bau­teile den Abbruch der alten Balkone (inkl. neuem Geländer) und Ersatz durch Vorstell­balkone. TIPPs:
  1. Bevor Sie Geld für eine Sanierung in die Hand nehmen, lassen Sie sich von einem unab­hän­gigen Experten beraten.
  2. Bei Maßnahmen an Stahl­be­ton­bau­werken sollte der Experte nach geltendem Baurecht ein Sach­kun­diger Planer für Beton­sa­nie­rungen sein.
  3. Von diesem Experten erhalten Sie fundierte Infor­ma­tionen zum Zustand des Bauwerks, abge­stimmte Planungen zur Sanierung sowie Bauüber­wa­chungs­leis­tungen, damit Ihr Bauvor­haben von Anfang an in die richtige Richtung läuft. Und mit Erfolg abge­schlossen wird!
Fragen Sie mich nach weiteren Infor­ma­tionen.
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30/​03/​2020

Wie laut ist eigentlich eine Beton­sa­nierung?

Wenn Stemm­hammer oder Höchst­druck­was­ser­strahler mit bis zu 2500 bar hohem Wasser­druck im Einsatz sind, fliegen auf der Baustelle wort­wörtlich die „Fetzen“. Geschä­digter bzw. Chlorid belas­teter Beton wird – je nach Belas­tungsgrad – bis in eine Tiefe von 10 cm abge­tragen. „Das wird laut werden“, gab unser Sach­kun­diger Planer und Team­leiter, Jan Dömges, bei der Präsen­tation der möglichen Sanie­rungs­ver­fahren und Vorge­hens­weisen dem Bauherrn zu verstehen. Wie laut genau, zeigte die veran­lasste Schall­messung im Rahmen einer Probe­sa­nierung der Tief­garage eines Kreis­hauses in Hessen auf. Das Ergebnis unter­mauert unsere Empfehlung für das Abtrag­ver­fahren.

Mehrere Mess­sta­tionen geben Aufschluss [caption id=„attachment_883“ align=„alignleft“ width=„300“] Die Terz­schall­pe­gel­messer wurden in Nähe des Arbeits­platzes ausge­richtet. Foto SiB[/caption] Die Schall­messung erfolgte durch Sach­ver­ständige des TÜV Hessen (Tech­nische Über­wa­chung Hessen GmbH) unter Einsatz von mehreren Terz­schall­pe­gel­messern im Innen– bzw. Außen­be­reich. „Die drei Probe­flächen für die Sanierung waren im Vorfeld fest­gelegt. Vor Ort besprachen wir gemeinsam die Reihen­folge und Dauer der jewei­ligen Abtrag­ver­fahren“, so Dömges. „Über Mobilfunk-​​Zuruf verstän­digten wir uns über die Etagen hinweg, wann die Test­phasen von jeweils 1 Minute vorüber bzw. die nächste Probe­flächen baustel­len­mäßig mit entspre­chenden Schutz­maß­nahmen einge­richtet waren.“ Die Schall­druck­pe­gel­messer des TÜV Hessen wurden in den verschie­denen Büro­räumen so aufge­stellt, dass sie den Schall, der durch die Bauteile weiter geleitet wurde, in Arbeits­platznähe messen konnten. Der über­tragene Baulärm diffe­rierte je nach einge­setztem Abtrag­ver­fahren und Entfernung des Büros zur Probe-​​Baustelle. Am lautesten war das Stemm­ver­fahren mit Werten rund um 70 db direkt an der Mess­stelle im Stockwerk darüber. Auch im entfern­testen Büro liegt der Messwert über dem Maxi­malwert für konzen­triertes Arbeiten von 55 db. Sowohl das Punkt­strahl– als auch das Rota­ti­ons­ver­fahren verur­sacht Schallim­mis­sionen, die auf allen Ebenen unterhalb der für diese Baumaß­nahme geltenden Maxi­mal­werte liegen. Im Übrigen: Die Laut­stärke einer normalen Unter­haltung liegt bei einer Entfernung von 2 m bei 60 db. Eine Erhöhung  um 10 db wird als Verdopplung der Laut­stärke wahr­ge­nommen. Das Verfahren der Wahl [caption id=„attachment_908“ align=„alignleft“ width=„300“] 1 (Rota­ti­onsdüse), 2 (Punkt­strahl­ver­fahren), 3 (Stemm­ver­fahren). Die Dauer für jedes Verfahren betrug 1 Minute. Die unter­schied­lichen Abtra­ger­geb­nisse sind deutlich. Foto SiB[/caption] Das in der Vorplanung bereits empfohlene Höchst­druck­was­ser­strahl­ver­fahren erweist sich für diese geplante Sanierung auch nach dieser Messung als das Verfahren der Wahl. „Derzeit bin ich mit dem Bauherrn im Gespräch, um die Bear­bei­tungs­zeiten und die Sanie­rungs­ab­schnitte so fest­zu­legen, dass die Mitar­beiter der Kreis­be­hörde auch bei möglichst geringen Bauge­räu­schen weiter arbeiten können“, so Dömges. Schließlich soll im Stan­desamt des Verwal­tungs­ge­bäudes das gemeinsame JA auch ohne Begleit­ge­räusche von Bauma­schinen hörbar sein. Die Moto­ren­ge­räusche vom Kompressor, der außerhalb der Tief­garage aufge­stellt sein wird, werden durch entspre­chende Schall­schutz­maß­nahmen mini­miert. Auf diese Weise wird auch die Lärm­be­lastung in der Nach­bar­schaft deutlich redu­ziert. [caption id=„attachment_885“ align=„alignleft“ width=„300“] Die Schall­messung fand auch im Außen­be­reich statt. Foto SiB[/caption]            

Sie inter­es­sieren weitere Details zur Umsetzung der Schall­messung oder zu den Tech­ni­schen Regel­werken? Sprechen Sie mich an.

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15/​01/​2020

Das Bild über ein Schau­spiel der Natur mag heute zur Veran­schau­li­chung eines für unsere Augen unsicht­baren Phänomens in Bauwerken dienen. Bei dem in der Lite­ratur als Huckepack-​​Transport oder Konvektion (Mittragen, Mitnehmen) beschrie­benen chemi­schen Prozess geht es um Chloride. Salzionen werden vom kapillar eindrin­genden Wasser mitge­nommen und gelangen dadurch deutlich schneller in den Beton.

Welche Bauwerke sind betroffen?   Von konvek­tiven Chlo­ridein­trägen sind vor allen Dingen während der Winterzeit Stra­ßen­bau­werke und Park­bauten betroffen. Der Chlo­rid­transport erfolgt über das Wasser in die Poren des Betons. Je höher der Wasser­gehalt des Betons, bspw. wie es nach Regen der Fall ist, desto höher kann die Eindring­ge­schwin­digkeit von Chlo­riden sein. In Abhän­gigkeit der Qualität ist der Zement­stein in der Lage, eine gewisse Menge an Chlo­riden zu binden. Diese gebun­denen Chloride sind für die Beweh­rungs­kor­rosion unkri­tisch. Nur die freien, im Huckpack mit der Poren­was­ser­lösung mitge­schleppten Salzionen sind für die im Beton liegenden, korro­si­ons­an­fäl­ligen Beweh­rungs­stähle eine wirklich ernst zu nehmende Gefahr: Loch­fraß­kor­rosion. Die punkt­för­migen, sich trog­förmig wie Narben auswei­tenden Löcher zeigen, anders als bei der normalen Beweh­rungs­kor­rosion, keine Ausdeh­nungs­er­schei­nungen. Deswegen bleibt diese Form der Schä­digung der Trag­werks­kon­struktion meist lange unent­deckt. Erst Öffnungs­stellen an kriti­schen Stellen des Bauwerks geben Aufschluss über den Grad der Schä­digung. Wozu sind diese Infor­ma­tionen für den Bauherrn wichtig? Erst über eine vom Sach­kun­digen Planer durch­ge­führte Bauwerks­be­gut­achtung erhält der Bauherr Kenntnis über den tatsäch­lichen Zustand seines Bauwerks. Das Flächen­ausmaß von Beschä­di­gungen des Betons bis in tiefere Schichten oder der Umfang der Beweh­rungs­kor­rosion sind relevant für die Kalku­lation des Sanie­rungs­um­fangs. Für die Planung und Fest­legung des Sanie­rungs­budgets eine wichtige Entschei­dungs­grundlage. Sprechen Sie mich an, wenn Sie Maßnah­men­emp­feh­lungen zu einem Sanie­rungs­vor­haben benö­tigen. Foto zum Beitrag: Pixabay
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